Vorteile und Nachteile von kabellosen Gaming Mäusen

Kabellose Gaming Mäuse liegen im Trend, egal ob von Logitech, Razer oder Steelseries. Die kleinen Nager ohne Kabel stehen dabei immer wieder im Vergleich mit ihren Konsorten mit Kabel, also herkömmlichen Gamer Mäusen wie beispielsweise der Logitech G500S. Was die Vorteile und Nachteile der kabellosen Variante sind und ob sie für dich das richtige sind, erfährst du in diesem Artikel.

Die Nachteile von kabellosen Gaming Mäusen im Überblick

Nicht selten bekommt man folgendes Problem von Spielen mit Wireless Gaming Mäusen zu hören: Funkverbindungen bei Mäusen führen zu einer Verschlechterung der Reaktionszeit. Dafür verantwortlich sind Input-Lags bei der Übertragung, welche zwangsweise aufgrund der kabellosen Verbindung auftreten, denn wohingegen die herkömmliche Maus ihren Weg zum Computer über USB oder PS2 findet und quasi stets eine Verbindung mit dem PC hat, so muss die kabellose Maus über einen Empfänger (Dongle) das Signal an den Computer weiterleiten. Dies hat zur folge, dass es zu minimalen Verzögerungen oder auch Interferenzen mit Funksignalen von Handy, Lautsprecher oder Ähnlichem, kommt, die normalen Spielern grundsätzlich bei heutigem Stand der Technik nicht auffallen bzw. fast schon eliminiert wurden.

Weiterhin muss die Maus ihren Strom von Batterien beziehen, anstatt sie gleich über Kabel zu erhalten. So werden Signalübertragung und Stromversorgung voneinander getrennt. Durch den Einsatz von Batterien verkürzt sich logischerweise die Zeit, in der man das Gerät verwenden kann, außer man hat stets Ersatzbatterien parat oder besitzt eine Wireless Gamer Maus mit Ladestation, wie z.B. die Razer Ouroboros oder SteelSeries Sensei Wireless. Diese werden vorbildlich mit Ladestation mitgeliefert und verfügen über eine Batteriestatusanzeige und vereinfachen somit den kabellosen Einsatz enorm. Im Notfall lassen manche sich zudem mit USB-Kabel nutzen. Außerdem werden zunehmend hochwertigere Batterien mitgeliefert und der Stromverbrauch so gut wie möglich gesenkt.

Die Anzahl der Tasten und die Auflösung (dpi) der kleinen Nager hat mittlerweile aufgeholt und kann mit denen der kabelgebunden Gaming Mäusen mithalten. In sofern steht ihnen also nichts hinterher. Was Ihnen aber fehlt, ist ein gemeinsamer Standard, ähnlich wie USB und PS2, auf welchen die Hersteller setzen können, um die Funkverbindungen zu vereinheitlichen. Deshalb findet man immer mehr unterschiedliche Empfänger, die nicht untereinander kompatibel sind und nur mit einem Hersteller nutzbar sind, wie beispielsweise Logitechs Unifying Empfänger. Viele der Hersteller setzen dabei auf Funk basierende Empfänger, Bluetooth-Mäuse sind eine Rarität und im Bereich Gaming nur selten zu finden. Ergo ist auch für jede Maus ein anderer Treiber von Nöten.

Gamer Mäuse ohne Kabel haben auch viele Vorteile

In was die kabellosen Gaming Mäuse den kabelgebunden hinterher stehen, weißt du nun. Doch kommen wir jetzt zu den Gründen für einen Nager ohne Kabel und dem offensichtlichsten zuerst: die Maus ist kabellos und das lästige Kabel ist für immer vom Tisch verbannt. Nie wieder ist die „Schnur“ zu kurz, zu lang oder hängt sich irgendwo auf, sei es auf dem Tisch, hinter dem Tisch oder am PC. Das sorgt also ganz offensichtlich dafür, das nichts mehr im Weg einer Bewegung ist, denn die einzigen Teile die jetzt noch Kontakt miteinander haben, sind einmal die (Teflon-)Mausfüße und der Unterlage, also oft einem Gaming Mauspad.

Zu den beliebtesten kabellosen Geräten zählen unter anderem Logitechs G700s, G602 und G700 sowie Razers Mamba Elite, Ouroboros, Naga Epic Chroma und Orochi 2013 Elite sowie der MadCatz R.A.T M und der SteelSeries Sensei Wireless. Noch relativ neu auf dem deutschen Markt ist der Hersteller Patuoxun, der extrem preiswerte Mäuse in seiner Produktpalette führt. Allein diese bieten eine große Vielfalt und decken das Spektrum von kleinen und handlichen Mäusen bis hin zu großen Mäusen mit anpassbaren Griffen und Handballenauflagen. Die Anzahl der Tasten reicht von geringen fünf bis hin zu 19 Tasten mit Scrollrad für den Einsatz in MMOs. Bei über 8000dpi Spitze stellt das Bewegen der Maus auch bei hochauflösenden Display, wie im Fall von 4K-Auflösungen, kein Problem dar.

Auch positiv zu erwähnen sind Logitechs und SteelSeries Engagement im eSport, vor allem im Bereich Counter Strike und League of Legends. Durch ihre Zusammenarbeit mit großen eSport Teams konnten beide Hersteller ihre Produkte genau auf Gamer abstimmen und somit die beste Leistung in Spielen erreichen, sodass die Mäuse sogar Competitive-fähig sind und ihnen dem Weg in den professionellen eSport nichts im Weg steht. So legt SteelSeries beispielsweise besonders großen Wert auf eine geringe Verzögerung und einen reibungslosen Einsatz im Gaming Bereich durch eine schnelle Polling Rate von 1000Hz, einer Reaktionszeit von 1ms und der 2,4GHz Funk Technologie.

In puncto Design legen die kabellosen Mäuse richtig einen drauf! Nicht nur sind viele der Nager individuell beleuchtbar und verfügen über einen Speicher, auf dem verschiedenste Profile angelegt werden können. Razer und SteelSeries sind bekannt für ihre umfangreichen Software-Tools, in denen Beleuchtung, Auflösung und weitere Parameter eingestellt werden können. So kann jeder seine Maus an seine individuellen Wünsche anpassen und für jeden Einsatz wappnen. Eine weitere Besonderheit der Razer Mäuse ist der sogenannte Dual-Mode, in dem der Betrieb auch mit „Schnur“ möglich ist.

Eignet sich eine Wireless Gaming Maus für mich?

Unserer Meinung nach sind kabellose Geräte nahezu allen Spielern zu empfehlen, die ein rundum gutes Spielerlebnis ohne jegliche Störungen durch ein USB-Kabel wünschen, denn in Sachen Technik haben die Nager ohne Kabel ordentlich aufgeholt und können es schon längst mit kabelgebundenen Gaming Mäusen aufnehmen! Wer den Griff zur kabellosen Maus nicht scheut, dem sollte also nichts mehr im Weg stehen.